| |
 
Bruderschaft Christlicher Pfadfinder e.V.
Stamm: Jacob Molay, Glinde
Baden-Powell
Am 22. Februar 1857 wurde Robert Stephenson Smyth Baden-Powell in London geboren. Der Vater starb, als Robert drei Jahre alt war. Von der Mutter erzogen ent-wickelte er früh ein Gefühl für Ritterlichkeit und Verantwortungs-bewusstsein. Damals schon lernte Baden-Powell durch eigene Erfahrung, daß der Sport des Waldläufertums weit mehr war als Indianerspielerei: eine hervorragende Schulung des Charakters und der Persönlichkeit junger Menschen. Nach Abschluß des College bewarb er sich um einen Ausbildungsplatz als Offizier der britischen Armee und legte das Aufnahmeexamen mit Glanz ab.
Nach seiner Laufbahn als Soldat, die ihn bis zum General gebracht hatte, begann für Baden-Powell gleichsam sein "zweites Leben" - als Gründer und Führer der weltweiten Pfadfinderbewegung.
Am 25.07.1907 kamen 20 Jungen aus den versch. gesellschaftlichen Schichten zu einem Lager mit B-P nach Brownsea-Island. Sie wurden in Gruppen zu je 5 eingeteilt, mit je einem verantwortlichen Leiter. Viele der Teilnehmer erinnerten sich noch lange an den Zauber der nächtlichen Lagerfeuer, an denen B-P seine Pfadfindererlebnisse schilderte und an den nächsten Morgen, als B-P seine Erzählungen in praktische Lehrbeispiele und Übungen umsetzte. Das Lager war so erfolgreich, daß B-P sogar bei einem Geländespiel gefangengenommen wurde.
Nach dem Lager schrieb B-P das erste Pfadfinderhandbuch "Scouting for Boys". Es sollte später in alle Kultursprachen der Erde übersetzt und das größte pädagogische Werk unseres Jahrhunderts werden. 1908 erschien die erste Auflage und in ganz England begannen Pfadfindergruppen aus dem Boden zu schießen. Bereits nach zwei Jahren gab es über 60 000 Pfadfinder.
1912 lernte er auf einer Reise seine zukünftige Frau Olave kennen. Sie war auf den Tag genau um 32 Jahre jünger (geb. 22.2.1889). Olave widmete sich besonders der Weiterentwicklung der Pfadfinderinnen-bewegung.
1929 wurden Robert und Olave Baden-Powell für ihre Verdienste um die Jugend vom englischen König George V geadelt und trugen danach den Titel Lord and Lady of Gilwell. Der Name entstand durch ein Geschenk von einem schottischen Landedelmann, der den Pfadfindern 1919 den Gilwellpark bei London als Ausbildungszentrum für Scoutmaster schenkte. 1937 setzte B-P sich in Kenia - in dem Land, das er liebte, zur Ruhe.
Am 8.Januar 1941, schloß er für immer seine Augen. Jungen und Mädchen standen in ihrer Pfadfindertracht auf dem Friedhof von Nyeri, sechs Scoutmaster trugen den Sarg. Britische Offiziere salutierten. Dem letzten Wunsch des Verstorbenen entsprechend, wurden keine großen Reden gehalten, nur ein Trompeter blies den Pfadfinderpfiff. Auf Baden-Powell´s Grabstein befindet sich ein Kreis mit einem Punkt darin. Es ist eines der internationalen, nur Pfadfindern bekannten Wegzeichen, mit denen sich die Mitglieder der Bruderschaft über alle Sprachbarrieren hinweg verschlüßelte Nachrichten geben können. Diese Nachricht Baden-Powell´s heißt:
"Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen."
|
|
|
 |

|
Index
|
|